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Musikforschung

Emilie Herzog - die Thurgauer Nachtigall 

Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Leben und Wirken der Opernsängerin Emilie Herzog. Aktuell wird ihr im Heimatmuseum Aarburg eine Ausstellung gewidmet, deren Vernissage am 25. Oktober 2026 stattfindet. Zudem porträtiert das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mich und meine Forschungsarbeit über die aussergewöhnliche Künstlerin in einer Sendung von Kulturplatz.

Emilie Herzog wurde 1859 als Tochter eines Lehrers in Ermatingen geboren und verbrachte einen grossen Teil ihrer Kindheit und Jugend in Diessenhofen. Schon früh kam sie mit Musik in Berührung. Nach einer Ausbildung zur Putzmacherin studierte sie Gesang in Zürich und München und entwickelte sich rasch zu einem gefeierten Opernstar von internationalem Rang. Sie trat vor Kaisern, Königen und Zaren auf und stand unter anderem gemeinsam mit dem berühmten Tenor Enrico Caruso auf der Bühne.

Neben ihrer erfolgreichen Opernkarriere erlangte Emilie Herzog auch als Konzertsängerin grosse Bedeutung. Darüber hinaus leitete sie Meisterklassen für Gesang an den Konservatorien in Berlin und Zürich. Im Jahr 1900 wurde sie zur königlich-preussischen Kammersängerin ernannt.

1890 heiratete sie den Musikhistoriker und Musikkritiker Heinrich Welti (1859 bis 1937). Gemeinsam entwickelten sie das Format der sogenannten «historischen Liederabende», die in zahlreichen deutschen und schweizerischen Städten aufgeführt wurden. Ihre Tochter Eva Kötscher-Welti (1896 bis 1964) machte sich später ebenfalls einen Namen als Konzertsopranistin und Gesangspädagogin. Emilie Herzog verstarb 1923 in Aarburg.

Für die Erforschung ihres Lebens und ihrer Karriere habe ich über Jahre hinweg umfangreiche Recherchen betrieben. Dabei stand ich unter anderem mit der Metropolitan Opera in New York in Kontakt. Einen entscheidenden Durchbruch erzielte ich bei der genealogischen Forschung, als es mir gelang, die Urenkelin von Emilie Herzog ausfindig zu machen. Sie stellte mir zahlreiche bislang unbekannte Informationen über ihre berühmte Urgrossmutter zur Verfügung und überliess mir wertvolle Erinnerungsstücke aus Familienbesitz.

Diese einzigartigen Objekte sowie zahlreiche Dokumente, Fotografien und weitere Zeugnisse ihres Lebens bilden heute wichtige Grundlagen für die Präsentation von Emilie Herzogs Lebenswerk. Die Ausstellung im Heimatmuseum Aarburg vermittelt Einblicke in die Herkunft der Sängerin, ihre internationale Karriere, ihr privates Umfeld sowie ihr künstlerisches Vermächtnis. Ergänzt wird die Ausstellung durch seltene Bild- und Tonaufnahmen, die den Besucherinnen und Besuchern eine unmittelbare Begegnung mit einer der bedeutendsten Schweizer Opernsängerinnen ihrer Zeit ermöglichen.

 

Pressestimmen und Berichterstattung

Die Wiederentdeckung der Operndiva Emilie Herzog hat nicht nur bei Fachleuten, sondern auch in den Medien auf grosses Interesse gestossen. Die nachfolgenden Zeitungsartikel dokumentieren wichtige Stationen meiner Forschungsarbeit und zeigen, wie die Geschichte dieser aussergewöhnlichen Künstlerin Schritt für Schritt wieder ans Licht gebracht werden konnte. Ich freue mich, Ihnen hier eine Auswahl der erschienenen Beiträge präsentieren zu dürfen.

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